Irmingard Beirle

Irmingard Beirle: Schuld sucht Unschuld

Schuld sucht Unschuld

Rote Schnüre zu Binden geknotet
um meine Wunden gewickelt…

Lebenswege mit all seinen Problemen und deren Lösungen in Form von verknoteten Stricken, Wollfäden oder Binden als Ausdruck von menschlichen Lebenssituationen finden Eingang in das Werk der Performancekünstlerin und Malerin. Fasziniert von Graubners Malereien, aber noch mehr von den extremen Aktionen des Hermann Nitsch als ihre Lehrer und seinem Orgien-Mysterien-Theaters nahm Beirle auf dessen Einladung 1998 am 6-Tagespiel in Schloss Prinzendorf und 2005 an der 122. Aktion am Burgtheater in Wien als Performerin teil. Ihre Einzelaktionen wie vier Stunden am Kreuz mit verbundenen Augen oder Streckungen mit dicken Seilen waren für ihre Weiterentwicklung von Bedeutung, ebenso die Ausweitung ihres künstlerischen Umfeldes zwischen Nürnberg und Wien. Die Künstlerin sieht Performance als räumliche Erweiterung der Malerei, wobei die Farbe Rot als Symbol des menschlichen Lebens die zentrale Rolle spielt. Es entstehen aus den Foto- und Videodokumentationen beeindruckende Installationen.

Text von Prof. Dr. Maria Buchsbaum, Wien

 

www.irmingard-beirle.de