Maria Bergstötter
Die Reduktion der Frau auf das Zwischenglied in der männlichen Erbfolge wurde ideologisch von Platon, Aristoteles und Galenus vorbereitet, indem sie die Frau als Acker für den männlichen Samen definierten.
Die Kirche verstärkte diese Entwertung des weiblichen Geschlechts. In der offiziellen katholischen Dogmatik wird die Leibesfrucht als schutzwürdiger als die Mutter festgelegt und Abtreibung auch bei Todesgefahr der Schwangeren strikt untersagt und als Todsünde angeprangert.
Maria Bergstötter (* 1961) hat auf der Akademie der Bildenden Künste und auf der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien studiert. Sie lebt und arbeitet in Wien.
Abstraktion und Figuration sind für Maria Bergstötter keine Gegensätze, sondern verschiedene Grade ihres Spektrums. Ihr Interesse gilt den Gefühlen und Energien, die sich in Gesichtern und Körpern ebenso ausdrücken wie in abstrakten Spuren von Bewegung und Interaktion in einem imaginären Raum. Malerische und zeichnerische Technik wird sensibel eingesetzt, ist aber niemals Routine oder Selbstzweck.
Die vielseitige Künstlerin fotografiert auch, forscht zu Frauengeschichte und Gender und schreibt Essays und Kurzgeschichten.